Menü Schließen

Winterlagerfeuer

In dem erhitzten Wintergetränk schwimmen Orangenstücke, meine kalten Hände wärmen sich an dem Glas. -Ein kleiner Text

Den Rauch spüre ich in meinen Augen, mischt sich mit dem Dampf meines Glühweins und meinem Atem. In dem erhitzten Wintergetränk schwimmen Orangenstücke, meine kalten Hände wärmen sich an dem Glas mit der nach Zimt riechenden Flüssigkeit.

Die Flammen des Feuers kämpfen sich nach oben, tanzen um das längst trockene Holz herum, fallen herab. Der Geruch zieht in die Fasern meines Mantels, noch nächste Woche werde ich diesen Abend riechen können.

Um uns herum ist es stockdunkel, die Gesichter werden von den Flammen gelblich erleuchtet, während im Hintergrund aus einem Lautsprecher Musik dringt. Es scheint, als seien Anwesende in ihrer eigenen Blase, lassen die Wärme des Feuers auf sich wirken. Oder bin es nur ich?

Auf dem Tisch stehen ein paar Schnapsflaschen, Tee mit Amaretto angereichert und mittendrin ein Aschenbecher. Während der Winter die Flaschen kühlt, werden leere wieder auf den Boden abgestellt. Bis das Feuer ausgeht und der Zimt in der Luft verflogen ist.

Am Morgen verrät die Asche um die Feuerstelle, dass dort die kalte Luft einmal mit Wärme gefüllt wurde. Leere Flaschen werden weggeräumt, der Boden gekehrt, wartend auf die nächsten winterlich tanzenden Flammen.

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.