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Reimende Worte (oder doch nicht?)

Die Uhr an meiner Wand wirkt zu grün, die Kreativität ist eingeschränkt. Reimende Worte konnte ich nicht finden, ein Gedicht ist es trotzdem.

Seit einiger Zeit fühle ich mich eingeschränkt
in meiner Kreativität
in meinen Möglichkeiten
in meinem Kopf.
Ich versuche meinen Weg zu finden
doch fühle ich mich
als folgte ich nur anderen.
Ich habe mir meine eigenen Grenzen
aufgebaut
Regeln
wie ich meine Kreativität einsetzen darf.
So macht man das,
so muss das gemacht werden.

Kochen (neuerdings prägt das ja doch meinen Tag)
Malen (auch wenn ich nicht sehr gut darin bin)
Kleidung (ach wie immer, wenn ich meinen Kleiderschrank nicht leiden kann)
meine Jogginghose, meine Wand, meine Bilder an der Wand, meine Kamera,
meine Haare (ohje die Haare), mein Kaffee, mein Stuhl, mein Tagesablauf,
meine Bewerbung, meine Projekte (wo soll ich da anfangen?),
Bücher, die mich zum Schreiben motivieren und das Geschriebene, das ich dann nicht mag, Gedichte wie dieses,
die Welt um mich,
diese doofe Pflanze, die keine Blumen mehr erzeugen will (was mache ich falsch?),
die Uhr an der Wand ist zu grün oder doch nicht? (hat sowieso keine Batterien mehr drin und steht seit zwei Jahren still),
alle sagen sie mir, Gedichte sind keine Gedichte, wenn sie sich nicht reimen
Ich hasse es aber zu reimen. Dann kann ich doch nicht schreiben, was ich tatsächlich
denke,
sondern
muss mir reimende Wörter suchen
und darin bin ich unheimlich
schlecht.
War ich schon immer.

Aber
War ich nicht immer anders?
Ich sehe mich älter werden
nicht weiser (könnte man ja denken)
nur älter.
Mit anderen Gedankengängen
nicht erwachsener
nur anders.
Gleichzeitig gehe ich zurück
zu diesem Gefühl,
hat es nicht vor Jahren
schon
aufgehört?
Wie nennt man das ?
Hormone (ich hasse diese Aussage, denn es impliziert, ich müsse die Situation so hinnehmen) ?
Oder
Lock-down (noch besser, denn das kann ich ja noch weniger ändern)?
Oder
nur ich (wie nennt man das denn nun, Midlife-crisis wohl weniger stimmts)?

Wie dieses Haus bildete ich mir Räume und
räumliche Grenzen
und
Regeln
in meinem Kopf
für meine Kreativität.
Fühle mich gezwungen
dies und das
so zu tun
und dies und das
überhaupt zu tun.
Wie hört das auf?
Wie werde ich (endlich) frei?
Höre auf so viel zu denken
und tue einfach?
(ist dies der erste Schritt?)
Und schon wieder
denke ich
darüber nach
wie ich dieses Gedicht (sagt was ihr wollt, es ist eins, weil ich es sage!)
beenden
sollte.
Dem ist nun einfach so,
denn
mein Problem ist auch nicht gelöster
nur
bewusster.
(Erster Schritt zur Lösung
?)

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