Menü Schließen

Und ich dachte es wird entspannter.

20/05/18 - 2

Ich habe da so meine Probleme mit dem Stress.
Auch wenn ich es ungern zugebe, es ist leider so.

20/05/18
20/05/18

Das erste Mal hab ich es vor drei Jahren gemerkt. Ich war morgens in der Schule und die ganze Zeit schon angespannt, genervt und habe unbemerkt dauernd meine Füße bewegt. Zuhause dachte ich dann ich müsse mich mal auspowern und bin laufen gegangen. Das hat natürlich nichts gebracht und ich wusste nicht was los mit mir ist. Nach einiger Zeit wurde es mir bewusst: Ich bin gestresst, unter Zeitdruck und alles ist mir zu viel. 
Wann ich das gemerkt habe ? Als ich den ersten Heulkrampf hatte. Und den zweiten. Und noch ein paar mehr. Zu der Zeit habe ich neben der Schule noch gearbeitet und hatte gleichzeitig auch noch viel zu viele Hobbies. Nichts davon konnte ich im Endeffekt richtig machen und genießen, da es einfach zu viel war.

Sobald ich dann eins meiner Hobbies beendet hatte, dachte ich:
„Endlich wird es besser, jetzt hab ich mehr Zeit“.
Mehr Zeit um sie wieder vollzupacken, mit 1000 anderen Dingen.

Irgendwann kam dann die Migräne als Zeichen der Überstressung.
Dann liege ich wirklich mal einen ganzen Tag flach und kann nichts tun als schlafen. Das passt mir dann natürlich wieder nicht, denn es stand doch so viel auf der To-Do-Liste.

Aber oh Glück gab es ja ein Licht am Tunnel: das Ende der Schule.
Theoretisch richtig und auch bei näherem Betrachten immer noch logisch. Bei jedem anderen Menschen in meinem Umfeld scheint es zu funktionieren. Alle sind tiefenentspannt.

Und ich ? Immer noch wegen vollgequetschten Tagen unter Zeitdruck und somit: gestresst.


Mir ist bewusst, dass nur ich an dem Stress schuld bin, aber wenn es einmal begonnen hat, läuft es wie von allein. Ein neuer Termin hier, ein anderer da. Ein neues Projekt hier und noch ein Punkt auf der To-Do-Liste mehr. Und das dümmste daran ist: wenn ich einmal Zeit habe, ohne Dinge zu erledigen, sucht mein Kopf andauernd nach Dingen, die ich tun kann, obwohl ich doch eigentlich die Ruhezeit brauche.


Manchmal komme ich mir vor, als würde sich mein Körper unter längerem Stress wie in einem Rauschzustand befinden und sobald dieser anfängt sich zu legen, lechzt er nach mehr. Mehr Termine, mehr Zeitdruck, mehr Stress, immer her damit.
Und selbst ist mir überaus bewusst, dass das nicht ewig so geht und ich langsam machen muss.

Ich arbeite noch daran.

1 Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.