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Weltentwicklung #1

Mein erster Beitrag von Staubsaugerrobotern und der menschlichen Bequemlichkeit. So verändert sich unsere Welt. Bemerkt es denn niemand?
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Bild: Body: Zara, Hemd: vintage, Kette: vintage

Jeden Tag um 10, fährt dieses Teil im Wohnzimmer los und nimmt meiner Familie die Arbeit ab. Genauso wie im Garten, da fährt auch mehrmals am Tag so ein Arbeitabnehmer rum. Und ich komme immer weniger auf die Entwicklung unserer Welt klar.

Vor kurzem haben meine Eltern sich nach bereits langem Besitzen eines Staubsaugerroboters, nun auch einen selbstfahrenden Rasenmäherroboter zugelegt. Das Ganze ist unglaublich praktisch, wir haben weniger Staub im Haus, müssen weniger kehren und unser Gras wird durch ständiges mähen grüner.

Klingt sehr vorteilhaft. Ist es auch. Aber dann finde ich die neuen Modelle der Staubsaugerroboter im Internet. Ausgestattet mit einer Kamera und Wlanverbindung, sowie einer Funktion, die Bilder an deine E-Mailadresse schickt, sobald der Robbi stecken geblieben ist. Man kann ihn zudem mit einer App lenken und dabei schauen, ob man auch nicht vergessen hat die Kaffeemaschine auszumachen.

Jetzt mal ernsthaft, sowas hätte es, als ich ein kleines Kind war nur als Erfindung verrückter Wissenschaftler in irgendwelchen Comics gegeben. Und damals hätte man die Geschichte mit der Übernahme der Roboter auf unsere Welt enden lassen. Aber Spaß beiseite, wie technikorientiert und faul sind wir denn geworden ?

Selbst ich, die vergleichsweise schon mit 10 Jahren ihr erstes Handy hatte, sieht das als etwas an, über das wir einmal inne halten sollten und nachdenken. Haben wir keine Zeit mehr zurückzufahren und die Kaffeemaschine auszuschalten, oder uns dem Garten zu widmen, oder selbst zu kehren? Und wenn dann einmal das Wlan ausfällt, wissen wir nicht mehr wie man den Dreck auf dem Boden beseitigt, weil der Staubsaugerrobbi mit Kamerafunktion nicht mehr läuft?

Oder bin ich da einfach nur irgendwo stecken geblieben und sehe das alles viel zu eng?

Praktisch ist das Ganze natürlich schon, aber mal ernsthaft, müssen wir wirklich jeden Handgriff beschleunigen und durch mechanische Geräte ersetzen?

Irgendwo hört das Argument der reinen Nützlichkeit auch auf. „Höher, schneller, weiter“ ist kein Motto mehr, sondern eine Besessenheit.

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